" Gegenwart und Geschichte"

Wolfgang Topp über Leidenschaft,Tourismus und das 5-jährige Jubileum
             (Interview mit dem "Sonntagswochenblatt"Oschatz)

Glossen(SWB).Der gebürtige Thüringer lebt seit 41 Jahren in Sornzig und hat sich schon von Kindesbeinen an dem Eisenbahnerleben verschrieben.Und wieso  der Modelleisenbahnverein Glossen e,V.mit momentan 13 Mitgliedern alles verbindet,erklärt der Vorsitzende im Gespräch am Sonntag.

SWB:Sie feiern dieses Jahr Ihr 5-jähriges Bestehen mit dem Verein!?
Wolfgang Topp:Das ist richtig.Unser Verein wurde genau am 27.April 2005 gegründet und seither bin ich auch Vorsitzender.

Wieso haben Sie sich als Vereinssitz Glossen ausgesucht?
Weil wir die einmalige Chance gesehen haben,die Vereinsziele und Aktivitäten in ein Großprojekt zu integrieren,das durch seine Komplexität und seinen Charakter positive Effekte auf den Verein auslösen wird und die Vereinsziele maßgeblich begründet.

SWB:Das heißt?
Wir wollen den sächsischen Tourismus ankurbeln.Wir haben hier touristische Ziele wie zum Beispiel Kemmlitz,den Tagebau,welcher geflutet wird um ein Naherholungsgebiet zu werden.Dann haben wir den Steinbruch mit Feldbahn und die Gemeinde Sornzig-Ablaß mit zahlreichen Attraktionen.

Aber was hat das mit dem Verein zu tun?
Also man kommt mit den modernen Zügen der Bundesbahn nach Oschatz gereist und steigt dort unmittelbar am Bahnhof in den nun schon historischen Zug der Döllnitzbahn,
gezogen von einer Dampflokomotive und durchfährt das reizvolle Döllnitztal.Nach Zwischenaufenthalt in Mügeln,dem ehemals größten Schmalspurbahnhof Europas,fährt selbige weiter nach Glossen,um dort auf dem Museumsbahnhof auf die Feldbahn umzusteigen,die ursprünglich Quarzitgestein aus dem Steinbruch Glossen zur Verladung auf Bahnwaggons des "Wilden Robert" tranportiert hat.Auf der 2,5 km langen fast vollständig erhaltenen Gleisstrecke wird der Besucher auf umgebauten Loren der Feldbahn ins reizvolle Steinbruchgelände gefahren.

Und wie verbinden Sie das mit Ihrem Verein?
Naja,am Ende der Strecke,also im Steinbruch steht das Vereinsgebäude der Feld-und modellbahner,also unser Vereinsgebäude.Darin befindet sich das Feldbahnmuseum mit allerlei seltenen und originellen Feldbahnlokomotiven und die Modellbahnausstellung unseres Vereins.Wir zeigen dort in Modulen die wesentlichen Streckenabschnitte des "Wilden Robert" von Nebitzschen bis Wermsdorf einschließlich Teile des Steinbruchs im Maßstab 1:87 in der Epoche 3.

Der Fahrgast sieht also dann das,an dem er gerade vorbeigefahren ist?
Genau.Der Besucher kann sich somit  die Bahnstrecke auf der er gerade gefahren ist im Modell und vor allem in der Darstellung eines Zeitabschnittes anschauen, in dem er noch nicht gelebt hat.Gegenwart und Geschichte sind hautnah zu erleben.

Haben Sie verschiedene Bahngrößen?
Ja wir haben eine HOe, eine HO und eine TT-Anlage.Die HO ist meine eigene Anlage,
die ich dem Verein aber zur Verfügung gestellt habe.Sie ist etwa 16 Quadratmeter groß.
Die TT-anlage wurde aus einem Nachlaß erworben,war unvollständig und wurde von uns für Ausstellungen fertiggestellt (ca.7 qm). Die HOe-Anlage wird digital gefahren,die
beiden anderen analog.

Können Interessierte heute Ihre un die Vereinsbahn bewundern?
Aber natürlich.Unsere Anlagen sind heute von 11 bis18 Uhr und morgen am Ostermontag von 10 bis 18 Uhr für Besucher zu besichtigen.Insgesamt können sich die Interessierten über 30 Quadratmeter Modelleisenbahn ansehen,

Scholz                                                                                             Gespräch:Nicole

Glossen Ostern 2010